Der Grüne Weg

Der Grüne Weg des Open Access bezeichnet die Speicherung von qualitätsgesicherten Textpublikationen (Postprints) und anderen digitalen Objekten auf einem institutionellen oder disziplinären Repositorium (frei zugängliche Online-Datenbank).

Die Mehrzahl der 16 Helmholtz-Zentren verfügt über ein institutionelles Repositorium, auf dem wissenschaftliche Publikationen - im Sinne des Open Access - frei zugänglich sind. Die Repositorien sind häufig an die Publikationsdatenbank ihres Helmholtz-Zentrums angebunden und verfügen über eine OAI-PMH Schnittstelle. Diese Schnittstelle ermöglicht die einfache Auffindbarkeit der Publikationen über Suchmaschinen wie Google Scholar oder BASE - Bielefeld Academic Search Engine.

Auch die Integration der Open-Access-Publikationen in fachspezifische Informationsangebote wird umgesetzt: So sind z.B. Open-Access-Publikationen des Deutschen GeoForschungsZentrums GFZ in der virtuellen Fachbibliothek Geowissenschaften GEO-LEO nachgewiesen. Open Access-Publikationen aus dem Deutschen Elektronen-Synchrotron DESY werden in der Fachdatenbank für Teilchenphysik SPIRES-HEP nachgewiesen. Weitere Vernetzungen z.B. im Rahmen des paneuropäischen DRIVER-Netzwerks werden angestrebt.

In einigen Helmholtz-Zentren wird bereits in den Publikationsordnungen auf die Repositorien hingewiesen: Wissenschaftler werden explizit aufgefordert, ihrer Publikation, wenn rechtlich möglich, auf dem Repositorium ihres Helmholtz-Zentrums frei zugänglich zu machen.

Neben dem Aufbau, der Vernetzung und der Standardisierung der Helmholtz-Repositorien befasst sich das Helmholtz Open Access Projekt mit rechtlichen Aspekten, welche Open Access betreffen.

Autorenverträge Open-Access-freundlich gestalten

Um die Helmholtz-Repositorien nachhaltig füllen zu können, wird Helmholtz-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftlern nahegelegt, Verlagen kein ausschließliches Nutzungsrecht abzutreten, um die Zweitveröffentlichung der Publikation im institutionellen Repositorium sicherzustellen. Einige Helmholtz-Zentren fordern ihre Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zur Verwendung eines Open-Access-Addendum auf. Textbeispiele einzelner Zentren:


Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung

Forschungszentrum Jülich

Deutsches Elektronen-Synchrotron DESY

 

Helmholtz-Repositorien und -Publikationsdatenbanken (mit OAI-PMH Schnittstelle)

Helmholtz-Zentrum URL des Repositorium / der Publikationsdatenbank URL der OAI-PMH-Schnittstelle Softwaresystem
Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) Informationen OAI-PMH Eigenentwicklung
Deutsches Elektronen-Synchrotron (DESY) Informationen OAI-PMH Eigenentwicklung
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Informationen OAI-PMH EPrints
Forschungszentrum Jülich (Jülich) Informationen OAI-PMH DSpace
Forschungszentrum Karlsruhe (FZK) Informationen OAI-PMH Eigenentwicklung
GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung Informationen OAI-PMH Eigenentwicklung
GKSS-Forschungszentrum Geesthacht (GKSS) Informationen OAI-PMH Eigenentwicklung
Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie (HZB) Informationen OAI-PMH Eigenentwicklung
Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) Informationen OAI-PMH BMC Open Repository
Helmholtz-Zentrum Potsdam, Deutsches GeoForschungsZentrum – GFZ Informationen OAI-PMH Eigenentwicklung
Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin, Berlin-Buch (MDC) Informationen OAI-PMH EPrints
Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP) Informationen OAI-PMH Eigenentwicklung

Letzte Änderung: 2.12.2009

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