Archiv

Die Ausgaben 1-28 des Newsletters finden Sie im Archiv.

 

Helmholtz Open Access Newsletter vom 10.11.2009

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

dies ist der 29. Helmholtz Open Access Newsletter, herausgegeben vom Helmholtz Open Access Projekt. In diesem Newsletter geben wir Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Entwicklungen zum Thema Open Access.

Sie finden den aktuellen Newsletter und das Archiv auf der Website des Helmholtz Open Access Projekts.

Wir freuen uns, wenn Sie diesen Newsletter an Interessierte weiterleiten.

 

Breite Beteiligung an der Open Access Week 2009

Mit über 70 teilnehmenden Institutionen in Deutschland ist die internationale Open Access Week am 23.10.2009 erfolgreich zu Ende gegangen. Die Idee der Aktionswoche, die Diskussion um Open Access durch verteilte Aktionen an Wissenschaftsstandorten zu fördern, wurde durch vielfältige Aktivitäten umgesetzt.

Zum Auftakt der Open Access Week veranstaltete die Arbeitsgruppe Open Access in der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen am 19. Oktober 2009 eine Podiumsdiskussion in der Bayrischen Staatsbibliothek. Auf dieser diskutierten Vertreterinnen und Vertreter der Geistes- und Naturwissenschaften sowie der Verlagswirtschaft über Open Access. Aus der Helmholtz-Gemeinschaft beleuchtete Prof. Dr. Rainer Jonas vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) die Perspektiven von Open Access in der internationalen Zusammenarbeit. Eine Videoaufzeichnung der Veranstaltung ist online.

An der Aktionswoche beteiligten sich auch viele Helmholtz-Zentren, so veranstaltete z.B. das Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) eine „virtuelle Schnitzeljagd“ zum Thema Open Access. Insgesamt fanden in sieben Helmholtz-Zentren Informationsveranstaltungen zum Thema statt. In diesen klärten die „Helmholtz Open Access Professionals“ über Open Access auf und informierten über lokale Aktivitäten. Am Alfred-Wegener-Institut (AWI) und am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) wurde z.B. gemeinsam mit Verlagsvertretern über Open Access informiert. Vom AWI ging zudem ein grenzübergreifender Beitrag in Form eines Vortrags mit anschließender Diskussion per Videokonferenz zur Universität Brest.

 

Workshop „Open Access im Forschungsbereich Gesundheit“

In Zusammenarbeit mit der Zentralbibliothek des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) veranstaltet das Helmholtz Open Access Projekt am 13. November 2009 einen eintägigen Helmholtz-internen Workshop zum Thema „Open Access im Forschungsbereich Gesundheit“.

Geplant ist mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Helmholtz-Gemeinschaft und externen Referentinnen und Referenten über die Chancen und Herausforderungen von Open Access im Forschungsbereich Gesundheit zu diskutieren und eine Plattform für den Informations- und Erfahrungsaustausch zu bieten.

Zielgruppe sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bibliotheken, Daten- und Rechenzentren sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am DKFZ. Darüber hinaus steht der Workshop allen Interessierten in der Helmholtz-Gemeinschaft offen.

Die Anmeldung kann - last minute - formlos per Mail an open-access@helmholtz.de mit dem Betreff „Forschungsbereich Gesundheit“ erfolgen.

Weiter Informationen.

 

Allianz veröffentlicht Informationsbroschüre über Open Access

Die Arbeitsgruppe Open Access in der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen veröffentlichte anlässlich der internationalen Open Access Week 2009 eine Informationsbroschüre über Open Access.

Die Broschüre führt in das Thema ein und beschreibt Positionen und Prozesse betreffend Open Access in der europäischen Wissenschaftslandschaft. Darüber hinaus werden die Perspektiven einiger Allianz-Partnerorganisationen im Rahmen der Schwerpunktinitiative „Digitale Information“ dargestellt.

Download der Broschüre „Open Access - Positionen, Prozesse, Perspektiven“.

 

Open Access im Europäischen Forschungsraum

Die Diskussion um die Verankerung von Open Access im Europäischen Forschungsraum (ERA) gewinnt deutlich an Dynamik. Im Oktober veröffentlichte der Rat für den Europäischen Forschungsraum (ERAB) einen Bericht zur weiteren Gestaltung des Forschungsraums: „Preparing Europe for a New Renaissance“. In diesem wird in mehreren der sechs benannten Grundsätzen auf das Thema Open Access Bezug genommen. U.a. wird Open Access als Meilenstein benannt: „All outputs of public, non-military funded research will be available via ‘open access’ to all concerned and interested.“ (S. 18).

Das Thema Open Access wurde auch auf der ERA 2009 Conference im Oktober in Brüssel diskutiert. In der Session „Open Access and Preservation“ wurde u.a. über die zukünftige Gestaltung von Richtlinien betreffend Open Access diskutiert. Im Konferenz-Blog sind Zusammenfassungen aller Vorträge zugänglich. Interessant sind insbesondere die Vorschläge von Dr. Alma Swan (Key Perspectives). In fünf Punkten beleuchtete sie die zukünftige Ausgestaltung des Open Access im Europäischen Forschungsraum.

Bereits im Juni haben die European Heads Of Research Councils (EUROHORCs) und die European Science Foundation (ESF) eine Roadmap ihrer gemeinsamen Vision eines zukunftsfähigen Europäischen Forschungsraums veröffentlicht. Die Umsetzung der im Entwurf bereits im Juni 2008 veröffentlichten Vision wird nun konkretisiert. Neben der Verabschiedung einer bindenden Open-Access-Richtline soll z.B. der Zugang zu qualitätsgesicherten Forschungdaten dauerhaft organisiert werden.

 

Gründung der Confederation of Open Access Repositories

Während der Open Access Week 2009 wurde in Ghent die Confederation of Open Access (COAR) Repositories gegründet, welche aus dem paneuropäischen DRIVER-Projekt hervorgegangen ist.

Ziel von COAR ist die Vernetzung von weltweit mehr als 1.000 Repositorien auf der Grundlage einheitlicher organisatorischer und technischer Standards.

Weitere Informationen.

 

Diskussion um den Umgang mit Open-Access-Publikationsgebühren

Seit Sommer gewinnt die Diskussion um den Umgang mit Open-Access-Publikationsgebühren stark an Dynamik. Im Juli rief die Open Access Scholarly Publishers Association (OASPA) Förderer und wissenschaftliche Einrichtungen auf, ihre Politik bezüglich der Übernahme von Publikationsgebühren, die bei der Veröffentlichung in manchen Open-Access-Zeitschriften anfallen, transparenter zu gestallten. Dieses Thema griffen im September fünf US-Universitäten in einem „Compact for Open Access Publishing Equity“ auf. Unterzeichnet u.a. durch das Massachusetts Institute of Technology (MIT) und die Harvard University, verpflichten sich die Hochschulen dauerhafte Mechanismen zur Finanzierung von Open-Access-Publikationsgebühren zu etablieren.

Mitte Oktober kündigte die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ein Förderprogramm betreffend Open-Access-Publikationsgebühren an. Universitäten können künftig bei der DFG Mittel beantragen, um Publikationen ihrer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in originären Open-Access-Zeitschriften zu finanzieren.

Im Rahmen der Open Access Week veröffentlichte der Wellcome Trust die Forderung nach einer transparenten Gestaltung von Open-Access-Publikationsgebühren. Neben der Ankündigung in den kommenden zwölf Monaten 2 Millionen Pfund zur Finanzierung von Open-Access-Publikationen bereit zu stellen, betonte der Direktor des Wellcome Trust Sir Mark Walport die Notwendigkeit einer transparenten Kostenstruktur von Open-Access-Publikationsgebühren:

“We would like to see a commitment from publishers to show the uptake of their open access option and to adjust their subscription rates to reflect increases in income from open access fees […]. Some publishers, for example Oxford University Press, have already done this and we would like to see all publishers behave the same way.“

Eine lesenswerte Zusammenfassung über den aktuellen Stand der Diskussion bietet das „Briefing paper on journal business models“ des Knowledge Exchange Netzwerkes.

 

Weitere Informationen zum FP7 Pilotprojekt online

Die Webseite des Open-Access-Pilotprojekts im siebten Rahmenprogramm (FP7) der Europäischen Kommission wurde aktualisiert und enthält nun u.a. eine Muster-Addendum, sowie ein zugehöriges Muster-Anschreiben, welches Publizierende, deren Forschungsprojekte unter das Pilotprojekt fallen, bei der Kommunikation mit Verlagen unterstützt.

Besonders beachtenswert dabei ist, dass sich der Autor durch dieses Addendum nicht nur das Recht zum Upload auf ein institutionelles sondern auch auf ein disziplinäres Repository vorbehält.

 

Studie zur Wirtschaftlichkeit von Open Access

Im Juni veröffentlichte das europäische Netzwerk Knowledge Exchange eine Studie über die wirtschaftlichen Auswirkungen von Open Access. In der Studie werden die Kosten und der Nutzen von Open Access in drei Ländern: Dänemark, Niederlande und Großbritannien untersucht.

Die Studie vergleicht Open Access Gold, Open Access Grün und das etablierte subskriptionsbassierte Publikationsmodell.

Die Studie ergab, dass der gesamtwirtschaftliche Nutzen der beiden Open-Access-Publikationstrategien höher ist, als der des subskriptionsbasierten Publikationsmodells.

 

Literaturhinweise: Open Access

Kleiner, Matthias (2009):  "Die Freiheit der Autoren ist nicht bedroht" : Fragen an den DFG-Präsidenten zur Open-Access-Initiative der Allianz der Wissenschaftsorganisationen. Forschung & Lehre 14 (9).

 

Literaturhinweise: Forschungsdaten

Vincent S. Smith (Natural History Museum, UK) betont die Notwendigkeit der Datenpublikation für die Wissenschaft: Smith, Vincent S. (2009): Data publication: towards a database of everything. BMC Research Notes 2: 113. DOI:10.1186/1756-0500-2-113.

Microsoft Research hat ein Buch mit dem Titel „The Fourth Paradigm: Data-Intensive Scientific Discovery“ herausgegeben.

The International Journal of Digital Curation Vol. 4 (2009) No. 2 ist erschienen.  Lesenswerter Artikel von Jacobs and Worley: Data Curation in Climate and Weather: Transforming Our Ability to Improve Predictions through Global Knowledge Sharing.

Der Bericht „Digitale Forschungsdaten bewahren und nutzen - für die Wissenschaft und für die Zukunft“ wurde von der nestor Arbeitsgruppe Grid/ e-Science und Langzeitarchivierung herausgegeben.

National Academy of Sciences: Ensuring the Integrity, Accessibility, and Stewardship of Research Data in the Digital Age, 2009. Auszug.

 

Impressum

Der Helmholtz Open Access Newsletter wird vom Helmholtz Open Access Projekt herausgegeben.

Redaktion: Sünje Dallmeier-Tiessen, Heinz Pampel

Kontakt: open-access@helmholtz.de

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Falls Sie diesen Newsletter nicht mehr erhalten möchten, senden Sie bitte eine E-Mail an pampel@gfz-potsdam.de

URL dieser Newsletter-Ausgabe: http://oa.helmholtz.de/index.php?id=256

 

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Letzte Änderung: 14.03.2012

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